Gmails „+"-Trick () und dedizierte Alias-Dienste wie Apples „E-Mail verbergen" werden ständig als Anti-Spam-Werkzeuge empfohlen – lösen aber ein anderes…
Gmails „+"-Trick ([email protected]) und dedizierte Alias-Dienste wie Apples „E-Mail verbergen" werden ständig als Anti-Spam-Werkzeuge empfohlen – lösen aber ein anderes Problem als eine temporäre E-Mail-Adresse. Hier ist der echte Unterschied.
Das Hinzufügen von +irgendwas vor dem @ liefert die Mail direkt in das echte Gmail-Postfach. Das ist für die Filterung durchaus nützlich – man kann eine Regel einrichten, die Mails an +shopping automatisch beschriftet oder archiviert. Die Identität schützt es aber nicht: Entfernt man das +shopping wieder, hat man die genaue echte Adresse. Das ist trivial – für Seiten genauso wie für Spammer –, und manche Anmeldeformulare lehnen die +-Syntax sogar ab.
Apples „E-Mail verbergen" und ähnliche Dienste erzeugen eine zufällig aussehende Weiterleitungsadresse, die Mails an das echte Postfach weiterleitet, ohne die echte Adresse der Seite preiszugeben. Das ist ein echter Datenschutzfortschritt gegenüber einfachem Aliasing – aber die Mail landet trotzdem im primären Postfach, und wenn die Quelle viele Mails schickt, hat man sie trotzdem – nur anders beschriftet.
Ein Wegwerfpostfach ist überhaupt keine Weiterleitungsebene über dem echten Konto – es ist eine völlig separate Adresse ohne Verbindung zurück zu einem selbst. Es wird nichts weitergeleitet; das Postfach ist temporär und wird verworfen. Das ist das richtige Werkzeug, wenn man keinen Datensatz haben möchte – nicht nur eine bessere Filterung.
Sie ergänzen sich – wählen nach dem Kriterium, ob man die Mails weiterhin empfangen möchte oder nicht.